Primitive Rudeltiere

Stolz präsentiert sich der Mensch als Krone der Schöpfung, bewundert seinen technischen Fortschritt und sein Gehirn.
Leider wird dieses Gehirn nicht oder falsch genutzt. Es gibt uns die Möglichkeit uns selbst und unser Verhalten zu betrachten und zu ändern. Diese Nutzungsmöglichkeit wird nur von sehr wenigen Menschen in Anspruch genommen.
Egal ob Bankier oder Bankräuber, Arbeitgeber oder Arbeitnehmer, Herr oder Sklave, Täter oder Opfer, im Verhalten unterscheiden wir uns nicht von primitiven Rudeltieren. Noch immer wird unser Alltag von einer Hackordnung geprägt. Wir definieren uns selbst über die Stellung, die wir in unserem Rudel einnehmen, statt uns nach dem Kern unseres Wesens zu fragen und zur Eigenständigkeit zu gelangen. Status ist wichtiger als Authentizität, es sei denn diese Authentizität dient dazu den eigenen Status zu verbessern.
Krieg, Fremdenfeindlichkeit, Ausbeutung und Umweltzerstörung sind nur einige Folgen dieser Verhaltensmuster. Wir streiten darum, wessen Rudel dominiert, die einzige Wahrheit kennt, prügeln uns um Ressourcen, verkaufen uns an die Anerkennung des Rudels.
Das Gehirn nutzen wir nur, um bessere Strategien, bessere Waffen, eine bessere Selbstdarstellung zu erfinden.
Arme Menschheit.

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Führerkult

Nun ist er also „gewählt“, der neue Königsersatz.
Wie jedes mal frage ich mich, wozu man so einen Bundespräsidenten braucht. Oder einen Bundeskanzler. Um Gesetze zu beschliessen, benötigt man beide nicht. Das ist Aufgabe des Parlaments.
Wozu brauchen wir diese Galeonsfiguren?
Ich denke, es liegt hauptsächlich daran, dass die Mehrheit der Bevölkerung aus primitiven Rudeltieren besteht, die einen Leithammel brauchen. Der Führerkult hat zwar einen anderen Namen, ist aber noch immer da. Egal, ob man für oder gegen die Person ist, sie dient als Brennpunkt. Man kann dem Führer folgen oder ihn bekämpfen, Hauptsache man hat einen. Wobei auch jene, die den offiziellen Führer bekämpfen, sich wieder hinter einem Führer versammeln.
Für mich wird diese Geisteshaltung immer unverständlich bleiben. Ich bin kein Rudeltier und folge keinem Führer.

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