Biorythmus

Ich lebe in ständigem Wandel, jeder Tag ist anders. Es gibt Tage der Worte und Tage der Musik, Tage der Pixel und Tage der Schere, Tage der Aktivität und Tage der Gammelei. Es gibt keinen Plan für diese Wandlungen, keinen äußeren Anlass. Alles geschieht einfach.
Für mich waren diese Phasen immer schwierig mit den Anforderungen der Arbeitswelt in Einklang zu bringen. Wie soll ich kochen, wenn meine Seele malen will?
Es ist mir bis heute unverständlich, wie andere Menschen dem Stumpfsinn von Uhr und Kalender gehorchen können. Sind die so viel anders als ich? Haben die weniger intensive inneren Phasen?
Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich nicht so wie sie funktioniere. Ich folge meinem eigenen Rythmus.
Die Gesellschaft, ihre Bürokratie, ihre Gutachter halten das für krankhaft. Sie haben mich aussortiert. Glück gehabt. Es ist schön nicht mehr arbeiten zu müssen. Jetzt kann ich malen, wann ich will. Oder schreiben, spielen, gammeln, kochen, musizieren.
Mein Leben ist schön.

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