Integration

Özil sei Dank wird endlich wieder über Integration gesprochen.
Leider nicht ehrlich.
Eigentlich sollte auch der dümmste Politiker verstanden haben, dass sich der Islam nicht in eine weltoffene Gesellschaft integrieren lässt. Doch das gilt in gleichem Umfang auch für den Katholizismus, wie die homophoben Aussagen aus dem Vatikan deutlich zeigen.
Als bayrische Folklore mag die Religion eine gewisse integrative Wirkung entfalten. Doch wo das biblische Menschenbild ernst genommen wird, lässt sich der Unterschied zum Islam nur noch in den Ritualen entdecken. Religion ist der natürliche Feind der weltoffenen Gesellschaft. An der Kröte hat sich schon Rom verschluckt.
Die weltoffene Gesellschaft hat für solche religiösen Dogmatiker Nischen. Ein paar radikale Spinner kann eine vielfältige Kultur dulden, ohne sich selbst zu zerstören. Doch wenn so eine Minderheit zur Mehrheit wird, ist für weltoffene Menschen kein Platz mehr übrig. Dabei ist es egal, welchen Glauben die Dogmatiker predigen.
Wenn es um Weltoffenheit geht unterscheidet sich Polen nicht von Qatar, Ungarn nicht von Ägypten, Russland nicht von Myanmar. Wo religiöse Vorstellungen die Kultur einer Gesellschaft prägen wird nicht integriert, sondern aussortiert.
Seid wachsam.