Farbenblind

Ist Rot-Grün-Blindheit tatsächlich eine Behinderung?
Ich sehe die Welt anders als die Mehrheit, kann Farben nicht beim Namen nennen. Das wird von vielen Betrachtern meiner Werke nicht geglaubt. Doch Farben nicht benennen zu können bedeutet nicht kein Gefühl für Farben zu haben.
Leider sieht das die Berufsbürokratie anders. Wer rot und grün nicht unterscheiden kann, darf nicht Designer werden. Dieses Berufsverbot war für mich ein Grund dafür der Arbeitswelt Ade zu sagen. Wenn ich dem Ruf meiner Berufung nicht folgen darf, gibt es keinen Beruf für mich.
Realistisch betrachtet war es vorteilhaft keinen Beruf aus dieser Berufung zu machen. Ähnlich wie beim erlernten Handwerk des Kochs wird auch der Arbeitsalltag des Designers nicht zu meiner Lebensweise passen. Kreativität kennt keine Uhr, keine Termine, keine Eile. Ich auch nicht. Einfach nur zu funktionieren wie eine blöde Maschine gelingt mir nicht lange.
So ist das Berufsverbot zum Glücksfall geworden. Ich darf entwerfen, was ich will. Dass ich kein Geld für diese Arbeit bekomme ist Freiheit.
Kaufen dürft ihr meine Entwürfe trotzdem.